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Lernprogramm zur Lebenszweckfindung

Strukturiertes Lernprogramm zur Lebenszweckfindung

Ein systematischer Ansatz zur Analyse persönlicher Motivationen, Werte und langfristiger Ziele durch angeleitete Reflexionsübungen und methodische Selbstbeobachtung.

Aufbau des Programms

Das Lernprogramm gliedert sich in vier aufeinanderfolgende Phasen. Jede Phase enthält spezifische Übungen, Analysetools und dokumentierte Reflexionsprozesse. Die Teilnehmer arbeiten mit strukturierten Fragebögen, führen Tagebücher und analysieren ihre Ergebnisse in Einzelsitzungen. Der Zeitrahmen beträgt insgesamt acht Wochen bei einem Aufwand von etwa vier Stunden pro Woche.

Die Materialien werden digital bereitgestellt und können nach individuellem Tempo bearbeitet werden. Feedback erfolgt durch schriftliche Rückmeldungen zu eingereichten Aufgaben. Es gibt keine Prüfungen, aber regelmäßige Reflexionsberichte dokumentieren den Fortschritt und dienen der persönlichen Auswertung.

Phase 1

Bestandsaufnahme

Erfassung der aktuellen Lebenssituation, beruflicher und persönlicher Prioritäten. Teilnehmer dokumentieren ihre Tätigkeiten, Zeitverwendung und emotionale Reaktionen auf verschiedene Aktivitäten. Die Übungen zielen darauf ab, Muster zu erkennen und unbewusste Präferenzen sichtbar zu machen.

Phase 2

Werteanalyse

Systematische Untersuchung persönlicher Werte durch Ranking-Übungen und Szenario-Analysen. Teilnehmer bewerten verschiedene Lebensbereiche nach ihrer Bedeutung und identifizieren Konflikte zwischen idealen und gelebten Werten. Die Methodik basiert auf etablierten psychologischen Modellen zur Wertehierarchie.

Phase 3

Zielformulierung

Entwicklung konkreter langfristiger Ziele auf Basis der vorherigen Analysen. Die Übungen führen durch SMART-Kriterien, Hindernisanalyse und Ressourcenplanung. Teilnehmer erstellen differenzierte Zielbeschreibungen für verschiedene Zeiträume und Lebensbereiche.

Phase 4

Umsetzungsplanung

Transformation der Ziele in handhabbare Schritte mit konkreten Zeitplänen. Teilnehmer entwickeln Strategien für Routinebildung, identifizieren potenzielle Rückschläge und planen Gegenmaßnahmen. Der Fokus liegt auf praktischer Umsetzbarkeit im Alltag ohne idealistische Versprechungen.

Methodik und Arbeitsweise

Die verwendeten Methoden stammen aus der angewandten Psychologie, Verhaltensanalyse und kognitiven Reflexionsforschung. Alle Übungen basieren auf empirisch untersuchten Techniken.

Strukturierte Selbstreflexion

Das Programm nutzt angeleitete Schreibübungen, bei denen Teilnehmer spezifische Fragen zu ihren Erfahrungen, Reaktionen und Gedankenmustern beantworten. Diese Technik hilft, implizites Wissen zu explizieren und unbewusste Motivationen bewusst zu machen. Die Fragen werden schrittweise komplexer und bauen aufeinander auf.

Quantitative Selbstbeobachtung

Teilnehmer erfassen ihre täglichen Aktivitäten, Emotionen und Energielevel in standardisierten Protokollen. Die Datensammlung über mehrere Wochen ermöglicht die Identifikation von Mustern, die in Einzelbeobachtungen nicht sichtbar werden. Einfache statistische Auswertungen zeigen Korrelationen zwischen Tätigkeiten und Zufriedenheit.

Perspektivenvergleich

Eine Übungsserie fordert Teilnehmer auf, ihre Situation aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. Dazu gehören zeitliche Perspektiven (Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft), soziale Perspektiven (Freunde, Familie, Kollegen) und hypothetische Perspektiven (ideales Selbst, alternatives Leben). Diese Methode reduziert kognitive Verzerrungen.

Realitätsbasierte Zielentwicklung

Statt abstrakter Visionsübungen konzentriert sich das Programm auf die Analyse bestehender Bedingungen und realistischer Veränderungsmöglichkeiten. Teilnehmer bewerten ihre verfügbaren Ressourcen, zeitlichen Kapazitäten und praktischen Einschränkungen. Ziele werden an tatsächlichen Möglichkeiten ausgerichtet, nicht an idealisierten Vorstellungen.

Teilnahmeprozess

Die Anmeldung erfolgt über ein Formular, in dem grundlegende Informationen zur Motivation und aktuellen Situation erfasst werden. Nach Bestätigung erhalten Teilnehmer Zugang zur Lernplattform und den Materialien der ersten Phase.

1

Anmeldung und Vorgespräch

Nach der Registrierung findet ein kurzes telefonisches Vorgespräch statt, um Erwartungen zu klären und den Programmablauf zu erläutern. Dieses Gespräch dauert etwa 20 Minuten und dient der gegenseitigen Orientierung. Es werden keine Vorkenntnisse vorausgesetzt.

2

Zugang zu Materialien

Die Lernplattform enthält alle Arbeitsblätter, Anleitungen und Hintergrundinformationen. Neue Phasen werden wöchentlich freigeschaltet, um eine strukturierte Bearbeitung zu gewährleisten. Teilnehmer können Materialien herunterladen und offline bearbeiten. Einreichungen erfolgen über Upload-Funktionen.

3

Bearbeitung und Feedback

Pro Phase werden drei bis fünf Übungen bearbeitet und eingereicht. Das Feedback erfolgt innerhalb von drei Werktagen als schriftliche Rückmeldung zu den Analysen und Reflexionen. Es gibt keine Bewertungen, sondern konstruktive Hinweise zur Vertiefung der Selbstbeobachtung und Anregungen für weiterführende Überlegungen.

4

Abschlussgespräch

Nach Abschluss aller vier Phasen findet ein einstündiges Abschlussgespräch statt. Dabei werden die wichtigsten Erkenntnisse zusammengefasst und offene Fragen diskutiert. Teilnehmer erhalten eine Zusammenfassung ihrer Ergebnisse und Empfehlungen für die weitere selbstständige Arbeit mit den Methoden.